Belustigung über Betreuungsgeld-Kritik der EU – Noch mehr deutscher Exportüberschuss?
München - Als belustigend hat der Familienbund die Kritik von EU-Sozialkommissar Andor am Betreuungsgeld bezeichnet. Viele EU-Länder klagten schon heute über den deutschen Export-Überschuss, während der Kommissar noch mehr Eltern in die deutsche Produktion drücken wolle.
Der Familienbund reagierte auf Äußerungen von Sozialkommissar Laszlo Andor. Andor hatte das Betreuungsgeld kritisiert und stattdessen noch mehr elterliche Erwerbsarbeit in Deutschland gefordert.
Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Deutschland produziert schon heute mehr, als die Abnehmerländer bezahlen können. Wenn Deutschland noch mehr Eltern aus Familien abzieht und in die Produktion steckt, verschärft sich das Problem weiter.“
Die hohe spanische Arbeitslosigkeit, die griechische Zahlungsunfähigkeit und das bröckelnde französische Rating seien die Kehrseite der überschießenden deutschen Produktion. Die bevorstehenden Schuldenschnitte würden die Exporte zu Geschenken an die Empfängerländer machen.
Schroeter: „Möglicherweise spekuliert der Kommissar auf arbeitswütige Deutsche, die ihr Familienleben aufgeben, um das Ausland mit unbezahlbaren Waren zu versorgen. Vielleicht versteht er auch einfach nichts von Ökonomie.“
Der Familienbund fordert das Betreuungsgeld. Schroeter: „Die Zukunft liegt in der Hand der Familien. Hier sind Zeit und Geld am besten angelegt.“